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Bobea + Erosionsschutz
   

Bodenbearbeitung und Erosionsschutz

Erosionsverhinderung im Ackerbau
 
Erfolgreiche Maßnahmen gegen Bodenerosion auf ackerbaulich genutzten Flächen:
 
  • Erprobung erosionsverhindernder Wirtschaftsweisen in den Lehr- und Versuchsbetrieben der niederösterreichischen landwirtschaftlichen Fachschulen
  • Praxisnahe Umsetzung und Verbreitung der Ergebnisse in Zusammenarbeit mit Landwirten
  • Veranstaltung von Feldtagen und Anlage von Demonstrationsflächen
  • Unterlagen für Interessierte
 
Projektbeschreibung
 
1. Zum Projekt
 

Erosion von fruchtbarem Ackerboden, Nährstoffen und Pestiziden hat nicht nur eine Abnahme der Bodenfruchtbarkeit zur Folge, sondern führt auch zu Belastung von Grundwasser und Oberflächengewässern.

 
Aus diesem Grund wurde von der landwirtschaftlichen Koordinationsstelle 1994 ein Forschungsprojekt zur Verringerung der Bodenerosion gestartet. Untersucht wird der Einfluss verschiedener Bodenbearbeitungsvarianten, Begrünungen, Mulch- und Direktsaattechniken auf Bodenabtrag und Oberflächenabfluss. Von 1998 bis 2005 wurde das Forschungsprojekt, von AgroInnovation neu konzipiert und vom Landschaftsfonds unterstützt, fortgeführt. Seit 2006 erfolgen die Untersuchungen wieder auf Kosten des Landes Niederösterreich.
 
2. Projektziele und -maßnahmen:
 
  • Erprobung erosionsverhindernder Wirtschaftsweisen in Versuchsbetrieben landwirtschaftlicher Fachschulen über Feldversuche
  • Praxisnahe Umsetzung und Verbreitung der Ergebnisse in Zusammenarbeit mit Landwirten.
  • Anlage von Demonstrationsflächen und Veranstaltung von Feldtagen auf allen Ackerbau betreibenden Landwirtschaftlichen Fachschulen in Niederösterreich.
 
Reduzierte Bodenbearbeitung und Mulch- und Direktsaat:
 
  • Verringerung von Bodenerosion
  • Senkung der Produktionskosten
  • Bodengesundheit und Bodenaufbau
  • Senkung der Befahrhäufigkeit
  • Senkung des Arbeitsaufwandes
  • Ökologisierung der Landwirtschaft
  • gleichbleibende bzw. steigende Erträge
  • wesentliche Reduktion des Treibstoffverbrauches
 
3. Versuchsanordnung
 
Erosionsversuch
 
Feldversuche an den drei Standorten Mistelbach, Pyhra und Pixendorf mit Messstellen, welche von der Universität für Bodenkultur betreut werden. Folgende Bearbeitungsvarianten werden untersucht:
 
  • Konventionell mit Pflug: 2x Stoppelbearbeitung mit Grubber - keine Gründecke - Bodenbearbeitung im Herbst mit Pflug - im Frühjahr: Saatbettbereitung - konvent. Saat
  • Konventionell ohne Pflug: 2x Stoppelbearbeitung mit Grubber - keine Gründecke - Bodenbearbeitung im Herbst mit Grubber - im Frühjahr: Saatbettbereitung - konvent. Saat
  • Mulchsaat mit natürlichem Aufwuchs: 2x Stoppelbearbeitung mit Grubber - natürlicher Aufwuchs über den Winter - vor Saat: Abspritzen mit Totalherbizid - Mulchsaat
  • Mulchsaat mit Gründecke 1: 2x Stoppelbearbeitung mit Grubber - Abfrostende Gründecke mit Senf, Ölrettich, Phacelia, Alexandrinerklee, Perserklee - Mulchsaat
  • Mulchsaat mit Gründecke 2: 2x Stoppelbearbeitung mit Grubber - Abfrostende Gründecke mit Senf, Ölrettich, Phacelia, Sommerwicke, Platterbse und Buchweizen - Mulchsaat
  • Direktsaat in abfrostende Gründecke: 2x Stoppelbearbeitung mit Grubber - Abfrostende Gründecke mit Senf und Phacelia - Direktsaat in abgefrostete Gründecke
  • Direktsaat in abfrostende Gründecke: 2x Stoppelbearbeitung mit Grubber - Gründecke Winterroggen - vor Saat: Abspritzen mit Totalherbizid - Direktsaat
  • Konventionell mit Frühjahrsbegrünung: 2x Stoppelbearbeitung mit Grubber - im Frühjahr: Gründecke Sommergerste - Abspritzen mit Totalherbizid - Direktsaat
 
Bodenbearbeitungsversuch
 
Durchgeführt mit folgenden Bodenbearbeitungsmethoden:
 
  • Konventionell Grubber-Pflug CT
  • Grubber 2 x CB
  • Scheibenegge 1 x RT
  • No Till NT (keine Bodenbearbeitung)
  • Konventionell - Dämme bei Mais (Ridge Tillage) RiT
 
Konservierende Bodenbearbeitungssysteme - Versuche in Niederösterreich
 
In Österreich sind 450.000 ha potentiell erosionsgefährdet, was auf die Topografie zurückzuführen ist. Dieses Problem und das Österreichische Programm zur Förderung einer umweltgerechten extensiven und den natürlichen Lebensraum schützenden Landwirtschaft (ÖPUL) haben zu einer Änderung der Denkweise bei den Landwirten geführt. Neben den ökologischen Aspekten treten aber immer mehr ökonomische Überlegungen in den Vordergrund. Bodenschonende Bearbeitungsmethoden setzen sich zunehmend durch, werden aber von vielen Bauern noch immer skeptisch betrachtet.
 
Eine deutliche Verringerung der Arbeitszeit und des Energiebedarfs pro ha für die Bodenbearbeitung kann nachweislich erreicht werden, gleichzeitig werden die ökologischen Vorteile voll genutzt.
 
Verschiedene Bodenbearbeitungssysteme wurden an drei Standorten an den Lehr- und Versuchsbetrieben der Landwirtschaftlichen Fachschulen in Niederösterreich im trockenen pannonischen Klimaraum und im gemäßigten Übergangsklima geprüft.
 
Publikationen Konservierende Bodenbearbeitung, Minimalbodenbearbeitung und Erosionsschutz
 
 
 
Mulchsaatbroschüre
 
Über das Entstehen der Broschüre
 
Im Winter/Frühjahr 1999 fand an verschiedenen Orten in Niederösterreich eine Veranstaltungsreihe zum Thema: "Einkommen sichern durch ökologisch orientierte Landbewirtschaftung" statt. Die Broschüre entstand als Kursunterlage zu dieser Vortragsreihe.
 
Zum Inhalt
 
Die Broschüre enthält fachliche Informationen zu foldenden Themenbereichen:
 
  • Mulch- und Direktsaat
  • Begrünungsanbau
  • Fördermöglichkeiten in Niederösterreich
 
Aus diesem Grund wurde von der landwirtschaftlichen Koordinationsstelle 1994 ein Forschungsprojekt zur Verringerung der Bodenerosion gestartet. Untersucht wird der Einfluss verschiedener Bodenbearbeitungsvarianten, Begrünungen, Mulch- und Direktsaattechniken auf Bodenabtrag und Oberflächenabfluss. Seit 1998 wird das Forschungsprojekt, von AgroInnovation neu konzipiert und vom Landschaftsfonds unterstützt, fortgeführt.
 
Mulchsaatbroschüre herunterladen
 
Filme: konservierende Bodenbearbeitung durch Mulch- und Direktsaat kann beim Amt der niederösterreichischen Landesregierung, Abteilung für landwirtschaftliche Bildung bestellt werden (Kosten: € 10,-)
 
Film "Konservierende Bodenbearbeitung durch Milch- und Direktsaat" online zum download (46,2MB)
 
 
Ansprechpartner:
Dr. Josef Rosner | +43 (0) 664 402 54 77 | josef.rosner@noel.gv.at